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Abbruch

  • 25. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit


Jeden Tag wird irgendwas abgebrochen.

Ein Satz.

Eine Handlung.

Ein Gedanke.

Manchmal auch eine Beziehung – nicht dramatisch, eher leise, wie ein Gespräch, das nicht zu Ende kommt.


An manchen Tagen beginne ich einen Satz und beende ihn nicht.

Während ich noch spreche, hat schon der nächste Satz angeklopft, wichtiger, lauter, dringender.

Der Teil, der eigentlich vollenden würde, ist längst abgetaucht – nicht aus Absicht, sondern weil das Gehirn schon weitergezogen ist.


Für mein Gegenüber bleiben Bruchstücke im Raum stehen.

Wörter ohne Zusammenhang.

Ein Fragezeichen: „Ich kann dir nicht folgen.“ „Wo sind wir gerade?“ „Wie meinst du das?“


Und dann passiert etwas Zweites: Die Lücke wird nicht nur inhaltlich, sie wird emotional.

Da entsteht Raum für Interpretation – und Interpretation fühlt sich schnell an wie Kritik.

Ich spüre Verteidigung, oft ohne Not.

Und gleichzeitig diesen Wunsch, so zu denken, dass es rund wird.

Vollständig.

Verständlich.

Nicht kryptisch.


Abbrüche stören nicht nur Kommunikation.

Sie stören Verbindung.

Weil das, was ungesagt bleibt, manchmal lauter wirkt als das, was gesagt wurde.


Vielleicht wäre ein guter Anfang, die Lücke nicht als Fehler zu behandeln, sondern als Signal.

Ein Satz wie:

„Kannst du mich kurz abholen? Mir fehlt gerade etwas zum Verständnis. Was wolltest du sagen?“

Nicht als Vorwurf – sondern als Brücke.


Wann brichst du ab: im Sprechen, im Denken oder im Fühlen? Und was bräuchtest du dann – von dir oder von anderen?

 
 

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